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Auf der Packung steht „Hochlandkaffee“ oder „Afrika, Südamerika, Südostasien“, selten ein Land und fast nie eine Genossenschaft. Welche Länder den Kaffee tatsächlich liefern, steht in den Statistiken des US-Landwirtschaftsministeriums, der Internationalen Kaffeeorganisation und des Statistischen Bundesamts – und die zählen nicht einmal gleich.
Alle Werte laut Behörde, Statistik, Forschung und Röster, Stand 20.10.2026. Ernten ab 2025/26 sind Schätzungen oder Prognosen.
Ursprünglich aus den Bergwäldern im Südwesten Äthiopiens
Die größten und vielfältigsten Bestände wilden Arabicas wachsen laut einer Studie von Forschern der Royal Botanic Gardens Kew im Hochland im Südwesten Äthiopiens, dazu kleine Vorkommen auf dem Boma-Plateau im Südsudan und am Mount Marsabit im Norden Kenias, auf 950 bis 1.950 m (Davis u. a., PLOS ONE 2012). Entstanden ist die Art vor 350.000 bis 610.000 Jahren aus einer Kreuzung von Coffea eugenioides und Coffea canephora, der Robusta-Pflanze (Salojärvi u. a., Nature Genetics 2024).
Angebaut wird Kaffee heute laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) vor allem in Ländern um den Äquator, im sogenannten Kaffeegürtel: Arabica zwischen 600 und 2.100 Metern, Robusta auch in tieferen Lagen bis 900 Meter. Als Getränk ist Kaffee laut der türkischen Eintragung „Türk Kahvesi“ seit dem 16. Jahrhundert in Anatolien bekannt, das erste Kaffeehaus öffnete in Istanbul – mehr dazu unter türkischer Kaffee.
Brasilien und Vietnam ernten mehr als die Hälfte der Welternte
Die Länderzahlen stammen vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA), Ausgabe Juli 2026. Die Internationale Kaffeeorganisation (ICO) veröffentlicht frei nur Regionen.
| Land | 2025/26 (Mio. Sack à 60 kg) | Anteil (gerechnet) | Prognose 2026/27 (Mio. Sack) |
|---|---|---|---|
| Brasilien | 63,0 | 35,2 % | 71,9 |
| Vietnam | 31,7 | 17,7 % | 32,5 |
| Kolumbien | 12,5 | 7,0 % | 13,4 |
| Indonesien | 12,4 | 6,9 % | 11,4 |
| Äthiopien | 11,6 | 6,5 % | 12,1 |
| Uganda | 7,1 | 4,0 % | 7,2 |
| Indien | 6,4 | 3,6 % | 6,1 |
| Honduras | 5,5 | 3,1 % | 6,0 |
| Peru | 4,8 | 2,7 % | 4,8 |
| Mexiko | 4,1 | 2,3 % | 4,1 |
| Welt | 178,8 | 100 % | 189,7 |
Brasilien und Vietnam kommen zusammen auf 52,9 %, die fünf größten Länder auf 73,3 %. Brasilien erntet laut USDA 2025/26 rund 60 % Arabica, Vietnam fast nur Robusta: 30,5 von 31,7 Millionen Sack. Für 2026/27 erwartet das USDA in Brasilien eine Rekordernte, weil sich die Arabica-Ernte auf 47,5 Millionen Sack erholt. Das BZfE nennt für die Ernte 2024/25 ähnliche Anteile: Brasilien 36 %, Vietnam 17 %, Kolumbien 7 %, Äthiopien 6 %.
Nach Regionen: Südamerika knapp die Hälfte, Asien wächst
Die Internationale Kaffeeorganisation (ICO) schätzt die Welterzeugung 2025/26 auf 183,6 Millionen Sack, das Statistische Bundesamt zählt, was davon nach Deutschland kommt. Regionen, Weltverbrauch, Importe und die Angaben des BZfE stehen mit Quelle und Prüfdatum in der Übersicht:
Kaffeeanbau: Länder, Mengen, Importe · geprüft am 20.10.2026
| Region | 2023/24 (Mio. Sack) | 2024/25 (Mio. Sack) | 2025/26 (Mio. Sack, Schätzung) | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Südamerika | 85,2 | 82,8 | 84,1 | ico.org |
| Asien und Ozeanien | 47,0 | 50,4 | 54,6 | ico.org |
| Afrika | 21,5 | 23,9 | 25,0 | ico.org |
| Mittelamerika und Mexiko | 17,9 | 18,9 | 19,9 | ico.org |
| Welt | 171,6 | 175,9 | 183,6 | ico.org |
Erzeugung je Region laut ICO Coffee Market Report September 2026, Tabelle 3 (Sack à 60 kg); Summenprobe je Jahr stimmt mit der Weltzahl überein. Monatlicher Bericht – Werte ändern sich mit jeder Ausgabe; kürzer prüfen als 90 Tage.
- Kaffeegürtel; Brasilien vor Vietnam, Kolumbien — Kaffee wird laut BZfE vor allem in Ländern rund um den Äquator angebaut, im sogenannten Kaffeegürtel; Hauptanbauland ist Brasilien, gefolgt von Vietnam und Kolumbien. bzfe.de
- Brasilien 36 % · Vietnam 17 % (2024/25) — 2024/25 wurden laut BZfE weltweit rund 174 Millionen Sack Kaffee (je 60 kg) geerntet; Anteile: Brasilien 36 %, Vietnam 17 %, Kolumbien 7 %, Äthiopien 6 %. Weitere wichtige Anbauländer sind unter anderem Indonesien, Uganda, Indien, Honduras, Peru und Mexiko. bzfe.de
- Reifezeit 7–11 Monate — Vom ersten Fruchtansatz bis zur reifen Kaffeekirsche vergehen laut BZfE je nach Art und Bedingungen sieben bis elf Monate; die Blüte beginnt meist mit der tropischen Regenzeit, die Kirsche färbt sich von Grün über Gelb zu Rot. bzfe.de
- Welt 183,6 Mio. Sack; Südamerika 84,1 — Die ICO schätzt die Welterzeugung im Kaffeejahr 2025/26 auf 183,6 Millionen Sack (je 60 kg): Südamerika 84,1, Asien und Ozeanien 54,6, Afrika 25,0, Mittelamerika und Mexiko 19,9 Millionen Sack. ico.org
- Verbrauch 180,6 Mio. Sack; Europa 55,1 — Den Weltverbrauch 2025/26 schätzt die ICO auf 180,6 Millionen Sack; größte Verbrauchsregion ist Europa mit 55,1 Millionen Sack vor Asien und Ozeanien (48,5) und Nordamerika (28,5). ico.org
- Import 2024: 1,25 Mio. t; Brasilien 41,4 % — Deutschland importierte 2024 laut Statistischem Bundesamt 1,25 Millionen Tonnen Kaffee (roh und geröstet), 14,1 % mehr als 2023. 41,4 % kamen aus Brasilien (516.000 t), 16,2 % aus Vietnam (202.000 t), 5,5 % aus Honduras und 4,3 % aus Kolumbien; Uganda, Italien und Peru lieferten je um 4 %. destatis.de
Südamerika liefert laut ICO 2025/26 84,1 von 183,6 Millionen Sack, gerechnet 45,8 %, Asien und Ozeanien 54,6 Millionen, gerechnet 29,7 %, Afrika 13,6 % und Mittelamerika mit Mexiko 10,8 %. Die ICO schätzt damit 4,8 Millionen Sack mehr als das USDA – die beiden zählen in unterschiedlichen Erntejahren und mit eigenen Schätzungen. Europa kommt in der Erzeugertabelle nicht vor, beim Verbrauch steht es mit 55,1 von 180,6 Millionen Sack an erster Stelle, rechnerisch 30,5 %. Wie sich der Anteil von Arabica und Robusta an der Welternte verschiebt, steht unter Arabica oder Robusta.
Was nach Deutschland kommt: 41,4 % aus Brasilien
Deutschland importierte 2024 laut Statistischem Bundesamt 1,25 Millionen Tonnen Kaffee, roh und geröstet zusammen, 14,1 % mehr als 2023. 41,4 % kamen aus Brasilien, 16,2 % aus Vietnam, danach Honduras mit 5,5 % und Kolumbien mit 4,3 %; Uganda, Italien und Peru lieferten je um 4 %.
Italien steht in der Liste, obwohl dort kein Kaffee wächst – die Zahl umfasst auch gerösteten Kaffee. Brasilien und Honduras haben an den deutschen Importen einen größeren Anteil als an der Welternte, Vietnam einen etwas kleineren. Rohkaffee ist laut Faktendatei der Seite kaffeesteuerfrei, besteuert wird erst der geröstete.
Was 89 Bohnen auf der Seite über ihre Herkunft verraten
In den zehn Bohnen-Datensätzen der Seite – darunter Kaffeebohnen, Espressobohnen, Bio-Kaffee, illy, Lavazza und Dallmayr – stehen 89 verschiedene Produkte. Ausgezählt nach dem, was der Röster selbst angibt:
| Angabe des Rösters | Anzahl | Beispiele |
|---|---|---|
| mindestens ein Anbauland | 27 | Mount Hagen (Papua-Neuguinea, Peru, Honduras), GEPA (Uganda), Dallmayr Ethiopia, illy Arabica Selection (Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Äthiopien), Martermühle Santos (Brasilien) |
| nur Kontinente oder Großregionen | 17 | Lavazza (z. B. Afrika, Südamerika, Südostasien), J. Hornig, Lebensbaum Solea |
| keine Herkunft | 45 | illy Classico, Segafredo, Melitta, Jacobs, Idee Kaffee, mehrere Dallmayr- und Mövenpick-Sorten |
Am häufigsten genannt sind Honduras (7 Produkte), Brasilien (6), Peru und Äthiopien (je 5). Vietnam nennt keiner der 89, obwohl es 16,2 % der deutschen Importmenge liefert. Für Bio-Kaffee gibt es eine Pflichtangabe zur Herkunft, allerdings nur grob:
Bio-Kaffee: EU-Bio-Logo, Kontrollstelle, Herkunft · geprüft am 20.10.2026
- „Bio“/„Öko“ geschützt — Bezeichnungen wie „ökologisch“, „biologisch“ und daraus abgeleitete Begriffe wie „Bio-“ und „Öko-“ dürfen in Kennzeichnung, Werbung und Geschäftspapieren nur für Erzeugnisse verwendet werden, die nach der EU-Öko-Verordnung produziert wurden (Art. 30 Abs. 1 und 2 VO (EU) 2018/848). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- Codenummer der Kontrollstelle Pflicht — Ist ein Erzeugnis als bio gekennzeichnet, muss die Kennzeichnung die Codenummer der Kontrollbehörde oder Kontrollstelle enthalten, die für den Unternehmer mit dem letzten Erzeugungs- oder Aufbereitungsschritt zuständig ist (Art. 32 Abs. 1 Buchst. a) – unabhängig davon, ob das EU-Bio-Logo verwendet wird. gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- EU-Bio-Logo auf Fertigpackung — Bei vorverpackten Bio-Lebensmitteln muss das EU-Bio-Logo auf der Verpackung zu sehen sein (Art. 32 Abs. 1 Buchst. b); für aus Drittländern eingeführte Erzeugnisse ist das Logo freiwillig (Art. 33 Abs. 3). Nationale und private Bio-Logos dürfen zusätzlich verwendet werden (Art. 33 Abs. 5). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- Herkunftsangabe beim Logo — Wird das EU-Bio-Logo verwendet, muss im selben Sichtfeld der Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe stehen: „EU-Landwirtschaft“, „Nicht-EU-Landwirtschaft“ oder „EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“; statt „EU“/„Nicht-EU“ darf ein Land genannt werden, wenn alle Ausgangsstoffe von dort stammen, wobei bis zu 5 Gewichtsprozent unberücksichtigt bleiben dürfen (Art. 32 Abs. 2). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- gut sichtbar, nicht auffälliger als Bezeichnung — Die Angaben „EU“ oder „Nicht-EU“ dürfen nicht auffälliger sein als die Verkehrsbezeichnung; Codenummer, Herkunftsangabe und Logo-Angaben müssen gut sichtbar, deutlich lesbar und unverwischbar sein (Art. 32 Abs. 2 und 3). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- Bio in der Bezeichnung ab 95 % — Verarbeitete Lebensmittel dürfen „Bio“ in der Verkehrsbezeichnung nur tragen, wenn mindestens 95 Gewichtsprozent der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs ökologisch/biologisch sind; darunter darf nur im Zutatenverzeichnis auf Bio-Zutaten hingewiesen werden, dann ohne EU-Bio-Logo (Art. 30 Abs. 5, Art. 33 Abs. 1). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- gilt seit 01.01.2022 — Die Verordnung (EU) 2018/848 gilt seit dem 1. Januar 2022 (Art. 61). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
- DE-ÖKO-### · 21 Kontrollstellen — In Deutschland zugelassene Öko-Kontrollstellen tragen Codenummern nach dem Muster „DE-ÖKO-“ mit dreistelliger Zahl; das Verzeichnis der BLE (Stand 13.01.2026) führt 21 Kontrollstellen, zum Beispiel DE-ÖKO-001 Kiwa BCS Öko-Garantie GmbH (Nürnberg) und DE-ÖKO-039 GfRS – Gesellschaft für Ressourcenschutz mbH (Göttingen). ble.de
- Kontrollbereiche B, C, D — Das BLE-Verzeichnis gibt je Kontrollstelle die zugelassenen Kontrollbereiche an, darunter B „Herstellung verarbeiteter Lebensmittel“, C „Handel mit Drittländern (Import)“ und D „Vergabe an Dritte“. ble.de
- Format AB-CDE-999 — Die Codenummern der Öko-Kontrollstellen haben EU-weit das Format „AB-CDE-999“: „AB“ ist der ISO-Code des Landes, in dem kontrolliert wird, „CDE“ eine dreibuchstabige Bezeichnung wie „bio“, „öko“, „org“ oder „eko“, „999“ eine höchstens dreistellige Referenznummer (VO (EU) 2018/848, Anhang V Nr. 2). gilt seit 01.01.2022 · publications.europa.eu
- Code im Sichtfeld des Logos, Herkunft direkt darunter — Wird das EU-Bio-Logo verwendet, muss die Codenummer der Kontrollstelle im selben Sichtfeld wie das Logo stehen, und die Angabe zum Ort der Erzeugung („EU-“/„Nicht-EU-Landwirtschaft“) muss unmittelbar unter der Codenummer stehen (Art. 3 Abs. 2 und 3 DVO (EU) 2021/279, gilt seit 01.01.2022). gilt seit 01.01.2022 · publications.europa.eu
Mount Hagen Bio Arabica Kaffee — ganze Bohne, Fairtrade, 250 g
nach Datenblatt bewertet- Fairtrade-Siegel laut Röster ja
- Form ganze Bohne
- Form ganze Bohne
- Öko-Kontrollstelle (Code) laut Röster DE-ÖKO-005
Daten laut mounthagen.de
Die Fallstricke
- Röstort ist nicht Anbauort. „Italienischer Espresso“ sagt, wo geröstet wurde; Italien taucht in der Importstatistik auf, ohne Kaffee anzubauen.
- Zwei Statistiken, zwei Weltzahlen. Für 2025/26 nennt das USDA 178,8, die ICO 183,6 Millionen Sack.
- Unterschiedliche Erntejahre. Laut USDA beginnt das Wirtschaftsjahr in Brasilien im Juli, in Kolumbien im Oktober, in Indonesien im April.
- „Hochland“ ist kein Land. Auf der Packung ersetzt das Wort oft die Länderangabe, eine Höhe in Metern steht dann meist nicht dabei.
- Kontinente sagen wenig. „Afrika, Südamerika, Südostasien“ deckt laut ICO-Tabelle Regionen mit zusammen rechnerisch 89,1 % der Welternte ab.
Was praktisch hilft
- Auf der Röster-Seite nach Land und Genossenschaft suchen. Mount Hagen und GEPA nennen Genossenschaften, illy bei der Arabica Selection das Land im Namen.
- Beim Bio-Logo die Herkunftszeile lesen. Bei Kaffee aus den Ländern der Tabellen oben steht dort „Nicht-EU-Landwirtschaft“ – oder ein Land, wenn die Rohstoffe bis auf höchstens 5 Gewichtsprozent von dort stammen.
- Für eine bestimmte Art das Land mitdenken. Robusta stammt vor allem aus Vietnam, Brasilien, Indonesien, Uganda und Indien – das sind laut USDA die fünf größten Robusta-Länder.
- Kaffee aus Vietnam nennt keiner der 89 Röster; Sorten von Trung Nguyên und VietBeans samt Zubereitung stehen unter vietnamesischer Kaffee.
- Statistiken mit Jahr lesen. Die Ernteschätzungen ändern sich mit jeder Ausgabe; das USDA kündigt die nächste für den 16.12.2026 an.
Was ich noch nicht weiß
- Die FAO-Zahlen. Die Datenbank FAOSTAT war beim Abruf am 19.10.2026 nicht erreichbar; ihre Erntezahlen in Tonnen fehlen deshalb als dritte Quelle.
- Die Importe 2025 nach Ländern. Eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts dazu habe ich nicht gefunden; abfragen ließen sie sich in der Datenbank GENESIS.
- Ob Destatis Anbau- oder Versandland zählt. Italien in der Liste spricht für Lieferungen aus Röstereien; die Pressemitteilung erklärt die Zuordnung nicht.
- Die Herkunft von 45 der 89 Bohnen. Auf der Produktseite des Rösters wäre Platz dafür; für den Kauf nach Anbauland ist sie die fehlende Angabe.
Häufige Fragen
woher kommt kaffee
Aus Ländern im Gürtel um den Äquator, vor allem aus Südamerika und Asien. Laut US-Landwirtschaftsministerium ernten Brasilien 2025/26 rund 63,0 und Vietnam 31,7 Millionen Sack zu 60 kg, zusammen 52,9 % der Welternte von 178,8 Millionen Sack. Es folgen Kolumbien, Indonesien und Äthiopien mit je 11,6 bis 12,5 Millionen Sack. Nach Regionen kommt laut Internationaler Kaffeeorganisation 45,8 % aus Südamerika, 29,7 % aus Asien und Ozeanien, 13,6 % aus Afrika und 10,8 % aus Mittelamerika und Mexiko. Ursprünglich stammt Arabica aus den Bergwäldern im Südwesten Äthiopiens.
woher kommt kaffee ursprünglich
Aus Äthiopien. Die größten und vielfältigsten wilden Arabica-Bestände wachsen laut einer Studie von Forschern der Royal Botanic Gardens Kew im Hochland im Südwesten des Landes, mit kleineren Vorkommen im Südsudan und im Norden Kenias, auf 950 bis 1.950 m. Entstanden ist die Art laut einer Genomstudie von 2024 vor 350.000 bis 610.000 Jahren aus einer Kreuzung zweier Kaffeearten, eine davon die Robusta-Pflanze Coffea canephora. Wann und wo Menschen Kaffee zuerst als Getränk zubereitet haben, belegen diese Studien nicht; die türkische Eintragung „Türk Kahvesi“ nennt das 16. Jahrhundert für Anatolien.
welches land produziert den meisten kaffee
Brasilien, mit Abstand. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die Ernte 2025/26 auf 63,0 Millionen Sack zu 60 kg, rechnerisch 35,2 % der Welternte, und erwartet für 2026/27 einen Rekord von 71,9 Millionen Sack. Vietnam folgt mit 31,7 Millionen Sack, fast ausschließlich Robusta. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt für die Ernte 2024/25 ähnliche Anteile: Brasilien 36 %, Vietnam 17 %, Kolumbien 7 % und Äthiopien 6 %. Bei Arabica allein liefert Brasilien laut USDA je nach Erntejahr 40 bis 50 %, weil Arabica-Pflanzen abwechselnd starke und schwache Jahre haben.
woher kommt kaffee nach deutschland
Vor allem aus Brasilien und Vietnam. Laut Statistischem Bundesamt kamen 2024 von 1,25 Millionen Tonnen importiertem Kaffee, roh und geröstet, 41,4 % aus Brasilien (516.000 Tonnen) und 16,2 % aus Vietnam (202.000 Tonnen). Es folgen Honduras mit 5,5 % und Kolumbien mit 4,3 %, dann Uganda, Italien und Peru mit je etwa 4 %. Italien baut keinen Kaffee an; in der Zahl steckt auch gerösteter Kaffee. Gegenüber 2023 stieg die Importmenge um 14,1 %. Auf den Packungen ist davon wenig zu sehen: Von 89 Bohnen in den Datensätzen der Seite nennt keine einzige Vietnam.
wo wächst kaffee
Im sogenannten Kaffeegürtel um den Äquator, laut Bundeszentrum für Ernährung mit Brasilien als Hauptanbauland vor Vietnam und Kolumbien. Arabica wächst zwischen 600 und 2.100 Metern, Robusta auch in tieferen Lagen bis 900 Meter; bis zur reifen Kirsche vergehen laut BZfE sieben bis elf Monate. Wild kommt Arabica laut Kew-Forschern vor allem im Hochland im Südwesten Äthiopiens auf 950 bis 1.950 m vor. Angebaut wird heute auf vier Kontinenten: Laut Internationaler Kaffeeorganisation in Südamerika, Asien und Ozeanien, Afrika sowie Mittelamerika und Mexiko; Europa erzeugt in ihrer Tabelle keinen Kaffee, steht aber für 30,5 % des Weltverbrauchs.
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