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Die Packung Bohnen im Schrank ist seit drei Monaten über dem aufgedruckten Datum, die angebrochene Tüte Pulver daneben steht seit Ostern offen. Wegwerfen muss man laut Behörde keine von beiden – nur verspricht danach auch niemand mehr das Aroma.
Alle Werte laut Verordnung, Behörde, Röster und Bedienungsanleitung, Stand 18.10.2026. Keine Eigenmessung, keine Verkostung.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist Pflicht – und bei gemahlenem Vakuumkaffee meist rund 18 Monate lang
Für vorverpackten Kaffee schreibt die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ein Mindesthaltbarkeitsdatum vor, eingeleitet mit „mindestens haltbar bis …“. Ein Röstdatum ist dagegen keine Pflichtangabe; Röster drucken es freiwillig.
Kaffeeverordnung: Begriffe und was sie nicht regelt · geprüft am 18.10.2026
- gilt für gewerbsmäßiges Inverkehrbringen — Die Kaffeeverordnung (KaffeeV) gilt für Kaffee, Kaffee-Extrakte und Zichorien-Extrakte, die gewerbsmäßig als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden; sie setzt die Richtlinie 1999/4/EG um und ist seit dem 24.11.2001 in Kraft. gilt seit 24.11.2001 · gesetze-im-internet.de
- Röstkaffee: Wassergehalt ≤ 50 g/kg — „Röstkaffee“ oder „Kaffee“ ist gerösteter Rohkaffee, ungemahlen oder gemahlen, mit höchstens 50 g Wasser je kg; „Rohkaffee“ ist der von Frucht- und Samenschale befreite ungeröstete Samen von Pflanzen der Gattung Coffea. gilt seit 24.11.2001 · gesetze-im-internet.de
- löslicher Kaffee ≥ 950 g/kg Trockenmasse — „Löslicher Kaffee“ (Kaffee-Extrakt, Instant-Kaffee) muss mindestens 950 g Kaffee-Extrakttrockenmasse je kg enthalten; Kaffee-Extrakt-Paste 700 bis 850 g, flüssiger Kaffee-Extrakt 150 bis 550 g (plus bis zu 120 g Zuckerarten). Gewonnen werden die Extrakte ausschließlich mit Wasser als Extraktionsmittel. gilt seit 24.11.2001 · gesetze-im-internet.de
- Zichorien-Extrakt ≥ 950 g/kg — Zichorien-Extrakt (lösliche Zichorie) muss mindestens 950 g Zichorien-Extrakttrockenmasse je kg enthalten; nicht aus Zichorie stammende Trockenmasse darf 10 g je kg nicht überschreiten. gilt seit 24.11.2001 · gesetze-im-internet.de
- höchstens 2 g/kg kaffeefremde Bestandteile — Röstkaffee darf nicht mehr als 2 g kaffeefremde Bestandteile je kg enthalten, sonst muss er als unverlesener Kaffee oder Ausschusskaffee kenntlich gemacht sein (§ 3 KaffeeV). gesetze-im-internet.de
- „kandiert“; „konzentriert“ > 250 g/kg — Mit Zucker oder Honig überzogener Röstkaffee ist als „kandiert“ zu kennzeichnen; „konzentriert“ darf flüssiger Kaffee-Extrakt nur bei mehr als 250 g Trockenmasse je kg heißen (§ 2 KaffeeV). gesetze-im-internet.de
- kein Rechtsbegriff „Espresso“ oder Röstgrad — Die Anlage der KaffeeV definiert nur Rohkaffee, Röstkaffee, Kaffee-Extrakte und Zichorien-Extrakte; Begriffe wie „Espresso“, Röstgrade oder Kaffeesorten (Arabica, Robusta) bestimmt die Verordnung nicht. gesetze-im-internet.de
- kein „säurearm“, kein „mild“, kein Säuregrenzwert — Die Kaffeeverordnung enthält weder Begriffe für Säure oder Säuregehalt noch die Bezeichnungen „säurearm“ oder „mild“; einen Grenzwert für Säure oder einen pH-Wert legt sie nicht fest (Volltext der Gesamtausgabe, zuletzt geändert am 05.07.2017). gesetze-im-internet.de
- MHD Pflicht — Für vorverpackten Kaffee ist das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Pflichtangabe (Art. 9 Abs. 1 Buchst. f LMIV); Kaffee gehört nicht zu den Ausnahmen wie Essig, Speisesalz oder Zucker (Anhang X Nr. 1 Buchst. d). gilt seit 13.12.2014 · eur-lex.europa.eu
- „mindestens haltbar bis …“ — Dem Datum geht „mindestens haltbar bis …“ voraus; bei einer Haltbarkeit von mehr als drei bis höchstens achtzehn Monaten genügen Monat und Jahr, bei mehr als achtzehn Monaten das Jahr (Anhang X Nr. 1 LMIV). gilt seit 13.12.2014 · eur-lex.europa.eu
- Röstdatum freiwillig — Ein Röstdatum gehört weder zu den Pflichtangaben nach Art. 9 Abs. 1 LMIV noch zu den zusätzlichen Angaben nach § 2 KaffeeV; Röster geben es freiwillig an. eur-lex.europa.eu
- online: MHD erst bei Lieferung — Beim Online-Kauf vorverpackter Lebensmittel müssen die Pflichtangaben vor Abschluss des Kaufvertrags verfügbar sein – mit Ausnahme des Mindesthaltbarkeitsdatums; bei der Lieferung müssen alle Pflichtangaben vorliegen (Art. 14 Abs. 1 LMIV). gilt seit 13.12.2014 · eur-lex.europa.eu
- kein Café Crème, Caffè Crema, Schümli, Mokka — Die Bezeichnungen „Café Crème“, „Caffè Crema“, „Schümli“ und „Mokka“ kommen im Text der Kaffeeverordnung einschließlich ihrer Anlage nicht vor; die Verordnung legt sie also nicht fest (Volltext der Gesamtausgabe, zuletzt geändert am 05.07.2017). gesetze-im-internet.de
- MHD = Qualitätszusage, kein Verfallsdatum — Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist laut BVL das Datum, bis zu dem sich ein verpacktes Lebensmittel mindestens lagern und verzehren lässt und dabei seine spezifischen Eigenschaften behält – Geruch, Geschmack, Beschaffenheit, Nährwert, Farbe und Konsistenz; werden die richtigen Lagerungsbedingungen beachtet, kann es oft auch danach noch verzehrt werden. bvl.bund.de
- Verbrauchsdatum nur bei leicht Verderblichem — Ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis …“) tragen laut BVL leicht verderbliche verpackte Lebensmittel wie Hackfleisch, Geflügelfleisch oder Räucherfisch; nach seinem Ablauf dürfen sie nicht mehr verkauft werden. Bei abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum rät das BVL, Verpackung, Geruch und Geschmack zu prüfen. bvl.bund.de
- „mindestens haltbar bis Ende …“ — Wird beim Mindesthaltbarkeitsdatum kein Tag angegeben, lautet der Hinweis laut BVL „mindestens haltbar bis Ende …“; besondere Lagerungsbedingungen sind anzugeben. bvl.bund.de
- meist rund 18 Monate (gemahlen, vakuumverpackt) — Das Mindesthaltbarkeitsdatum von gemahlenem und vakuumverpacktem Kaffee liegt laut BZfE meist bei rund 18 Monaten. bzfe.de
- nach MHD: Aromaverlust möglich — Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist Kaffee laut BZfE „in der Regel zwar nicht schlecht, kann aber an Aroma einbüßen oder ranzig werden“; ganze Bohnen bewahren das Aroma besser als gemahlener Kaffee. bzfe.de
Wie lang das Datum ist, legt der Hersteller fest. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) schreibt, das Mindesthaltbarkeitsdatum von gemahlenem und vakuumverpacktem Kaffee liege „meist bei rund 18 Monaten“. Nespresso nennt für seine Kapseln 12 bis 15 Monate ab Herstellung. Nach der LMIV genügen bei mehr als drei bis achtzehn Monaten Monat und Jahr, darüber das Jahr allein – ein Kaffee mit 18 Monaten darf also ein Datum ohne Tag tragen.
Nach dem Datum ist Kaffee in der Regel nicht verdorben. Das BZfE schreibt, er könne „an Aroma einbüßen oder ranzig werden“. Tchibo begründet, Röstkaffee unterliege keinem mikrobiologischen Verderb und sei auch nach Ablauf noch genießbar; das versprochene Aroma garantiert Tchibo aber nur bis zum Datum. Nespresso schreibt ausdrücklich, seine Kaffees hätten „kein Ablaufdatum, sondern ein Mindesthaltbarkeitsdatum“.
Wie lange nach dem Öffnen: sieben Tage bis sechs Monate, je nach Quelle
Das aufgedruckte Datum ist laut Tchibo die Orientierung für die geschlossene Packung. Was nach dem Öffnen gilt, nennen nur Röster und Gerätehersteller, und sie nennen Verschiedenes:
| Form | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Bohnen, geöffnet | „binnen vier bis acht Wochen“ verbrauchen | Tchibo Kaffeeakademie |
| Bohnen | innerhalb von 2–6 Monaten nach der Röstung verbrauchen | Lavazza |
| Bohnen für Espresso | innerhalb von 5–20 Tagen ab aufgedrucktem Röstdatum | Sage, Anleitung SES876, Störungstabelle |
| Pulver, geöffnet, Zimmertemperatur | etwa sieben Tage frisch | Tchibo „Fragen zu Kaffee“ |
| Pulver, geöffnet | „spätestens nach vier Wochen“ aufbrauchen | Tchibo Kaffeeakademie |
| Pulver | innerhalb eines Monats verbrauchen; in der Vorratskammer „höchstens fünf bis sechs Monate“ frisch | Lavazza |
| Pulver, eingefroren | bis zu zwei Jahre, wenn vakuumversiegelt, sonst nicht länger als sechs Monate | Lavazza |
| Kapseln (Aluminium), ungeöffnet | 12 bis 15 Monate ab Herstellung | Nespresso |
| Pads, geöffnete Packung | „innerhalb weniger Wochen“ | Tchibo Kaffeeakademie |
Selbst innerhalb eines Rösters gehen die Zahlen auseinander: Tchibo nennt für offenes Pulver an einer Stelle etwa sieben Tage, an anderer Stelle spätestens vier Wochen; Lavazza einen Monat für Pulver und zugleich fünf bis sechs Monate in der Vorratskammer. Eine Prüfmethode, nach der „frisch“ gemessen wäre, nennt keiner.
Kühlschrank ja oder nein: Behörde und Röster widersprechen sich
| Quelle | Kühlschrank | Begründung bzw. Bedingung |
|---|---|---|
| BZfE | ja, nach dem Öffnen | Originalverpackung luftdicht verschließen, in eine Dose legen, in den Kühlschrank |
| illy (Dose, Bohnen und gemahlen) | ja, „vorzugsweise“ | nach dem Öffnen vor Licht und Wärme geschützt |
| Tchibo „Fragen zu Kaffee“ | ja, für offenes Pulver | im Kühlschrank doppelt so lange Aroma, im Gefrierschrank drei- bis viermal so lange |
| Tchibo Kaffeeakademie | nein für Bohnen; Pulver „theoretisch“ eine Woche | Kaffee nimmt Feuchtigkeit und fremde Aromen auf |
| Lavazza | nein | Wasser aus der Luft in der Dose kondensiert |
| Mount Hagen | nein, „No-go“ | Feuchtigkeit und Fremdgerüche; Tiefkühlen nur portionsweise als Notlösung |
Rechnet man die Tchibo-Angaben aus, hält offenes Pulver etwa 7 Tage bei Zimmertemperatur, etwa 14 Tage im Kühlschrank und 21 bis 28 Tage im Gefrierschrank. Einig sind sich alle Quellen nur bei kühl, trocken, dunkel und luftdicht. Beim Einfrieren nennt das BZfE gemahlenen Kaffee, portionsweise und luftdicht verpackt; Mount Hagen nennt Bohnen, ebenfalls portionsweise.
Was Ventil, Verschluss und Dose leisten
Das Plastikteil in Bohnenpackungen ist laut Tchibo ein Ventil mit halbdurchlässiger Membran: Das nach dem Rösten entstehende Kohlendioxid entweicht, Sauerstoff kommt nicht hinein. Für den Barista Caffè Crema schreibt Tchibo, die Bohnen könnten mit dem wiederverschließbaren Aroma-Verschluss in der Verpackung bleiben. Wer umfüllt, findet im Vergleich der Kaffeedosen Vakuum, Ventil und Kolbendeckel nebeneinander – eine Frischezahl mit Prüfmethode nennt auch dort kein Hersteller.
Zassenhaus Frischhaltedose AROMA 250 g — Edelstahl, Aromaventil, Verschlusskappe, Datumsscheibe
nach Datenblatt bewertet- Füllmenge laut Hersteller 250 g
- Verschluss Aromaventil
- Material Edelstahl
- Lichtdicht laut Hersteller ja
Daten laut kuechenprofi.de
Die Fallstricke
- Mindesthaltbarkeit ist kein Verbrauchsdatum. Kaffee trägt ein „mindestens haltbar bis“, kein „zu verbrauchen bis“. Laut BZfE ist er nach Ablauf meist nicht schlecht.
- Das Datum gilt für die geschlossene Packung. So beschreibt es Tchibo; nach dem Öffnen nennen die Röster Wochen statt Monate.
- Online fehlt das Datum vor dem Kauf. Beim Fernabsatz muss das Mindesthaltbarkeitsdatum laut LMIV erst bei der Lieferung vorliegen, nicht schon auf der Produktseite.
- „Kein MHD“ bei Pads. Tchibo schreibt, ein genaues Mindesthaltbarkeitsdatum finde man bei Kaffeepads nicht. Auf der vorverpackten Packung ist es nach der LMIV trotzdem Pflicht.
- Röstdatum und Ablaufdatum verwechselt. Sage rechnet die 5–20 Tage ab Röstdatum; die Störungstabellen zweier Sage-Anleitungen schreiben an derselben Stelle „Ablaufdatum“.
Was praktisch hilft
- Bohnen statt Pulver kaufen. BZfE und Tchibo nennen ganze Bohnen haltbarer als gemahlenen Kaffee; gemahlen wird kurz vor dem Brühen, etwa in einer Kaffeemühle.
- Nicht auf Vorrat kaufen. Für eine 1-kg-Packung und vier bis acht Wochen nach Tchibo heißt das 125 bis 250 g Bohnen pro Woche.
- Packung sofort wieder schließen, Luft herausdrücken, Clip oder Aroma-Verschluss nutzen, oder in eine luftdichte Kaffeedose umfüllen.
- Nur so viel entnehmen, wie man bald braucht. Lavazza empfiehlt, aus dem Beutel immer nur etwa den Bedarf einer Woche zu nehmen.
- Einfrieren nur portionsweise und luftdicht. Beim Auftauen widersprechen sich die Quellen: Tchibo rät, den Kaffee vor der Verwendung auf Zimmertemperatur zu bringen, das BZfE schreibt, gemahlener Kaffee müsse nicht aufgetaut werden.
Was ich noch nicht weiß
- Die MHD-Dauer für Bohnen. Die Produktseiten von Tchibo und illy, die ich dafür gelesen habe, nennen keine Monatszahl. Erst damit ließe sich vergleichen, ob Bohnen in Ventilpackung länger datiert werden als Vakuumpulver.
- Eine messbare Frische. Weder Behörde noch Röster sagen, woran „frisch“ gemessen wird. Ohne Prüfmethode bleiben sieben Tage, vier Wochen und sechs Monate unvergleichbar.
- Die Haltbarkeit anderer Kapselsysteme. Die Hilfeseiten von Dolce Gusto waren beim Abruf gesperrt, für Tassimo habe ich keine Herstellerangabe gefunden. Gebraucht würde sie für den Kapselvergleich.
Häufige Fragen
Kaffee wie lange haltbar?
Ungeöffnet bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum, das für vorverpackten Kaffee Pflicht ist. Bei gemahlenem, vakuumverpacktem Kaffee liegt es laut Bundeszentrum für Ernährung meist bei rund 18 Monaten, bei Nespresso-Kapseln bei 12 bis 15 Monaten ab Herstellung. Nach dem Öffnen nennen Röster deutlich kürzere Zeiten: Tchibo vier bis acht Wochen für Bohnen und etwa sieben Tage für offenes Pulver bei Zimmertemperatur, Lavazza einen Monat für gemahlenen Kaffee. Abgelaufen heißt nicht verdorben: Laut BZfE ist Kaffee danach in der Regel nicht schlecht, kann aber Aroma verlieren oder ranzig werden.
Kaffeebohnen Haltbarkeit nach dem Öffnen?
Tchibo empfiehlt in seiner Kaffeeakademie, geöffnete Bohnen binnen vier bis acht Wochen zu verbrauchen. Lavazza rechnet ab der Röstung und nennt zwei bis sechs Monate. Sage geht für Espresso aus Siebträgermaschinen am weitesten: Bohnen mit aufgedrucktem Röstdatum innerhalb von 5 bis 20 Tagen ab diesem Datum verbrauchen, sonst fehlt laut Störungstabelle die Crema. Gemeinsam ist allen der Rat, ganze Bohnen erst kurz vor dem Brühen zu mahlen und die Packung luftdicht zu schließen. Ein Röstdatum ist keine Pflichtangabe; fehlt es, bleibt nur das Mindesthaltbarkeitsdatum als Anhaltspunkt.
Kann man abgelaufenen Kaffee noch trinken?
In der Regel ja. Kaffee trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum und kein Verbrauchsdatum. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt, Kaffee sei nach Ablauf meist nicht schlecht, könne aber an Aroma einbüßen oder ranzig werden. Tchibo begründet, Röstkaffee unterliege keinem mikrobiologischen Verderb und sei auch nach dem Datum genießbar; das versprochene Aroma garantiert der Röster nur bis dahin. Nespresso schreibt, seine Kapseln hätten kein Ablaufdatum, sondern ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Anders ist es bei falscher Lagerung: Ungünstig gelagerte Bohnen können laut Tchibo im ungünstigen Fall sogar ungenießbar werden.
Kaffee im Kühlschrank lagern?
Darüber sind sich Behörde und Röster nicht einig. Das Bundeszentrum für Ernährung rät, die Originalverpackung nach dem Öffnen luftdicht zu verschließen, in eine Dose zu legen und im Kühlschrank aufzubewahren; illy schreibt für seine Dosen „vorzugsweise im Kühlschrank“, und Tchibo nennt für offenes Pulver im Kühlschrank die doppelte Haltbarkeit. Lavazza und Mount Hagen raten ausdrücklich ab, weil sich in der kalten Dose Kondenswasser bildet und Kaffee Fremdgerüche aufnimmt; die Tchibo-Kaffeeakademie rät für Bohnen ebenfalls ab. Wer den Kühlschrank nutzt, verschließt luftdicht, wie es das BZfE beschreibt.
Nespresso Kapseln wie lange haltbar?
Nespresso nennt für seine Kaffees 12 bis 15 Monate Haltbarkeit ab Herstellung und schreibt ausdrücklich, das aufgedruckte Datum sei ein Mindesthaltbarkeitsdatum, kein Ablaufdatum. Solange das Kaffeemehl nicht mit Luft oder Wasser in Kontakt komme, sei es laut Nespresso nahezu unbegrenzt haltbar; die Aluminiumkapsel schütze vor Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit. Eine eigene Lagerempfehlung für Kapseln habe ich in der Nespresso-Hilfe nicht gefunden. Für Kaffeepads nennt Tchibo eine kürzere Frist: Eine geöffnete Packung solle man innerhalb weniger Wochen verbrauchen, trocken und lichtgeschützt lagern und nicht in den Kühlschrank legen.
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