Jura entkalken: Entkalkungstabletten, CLARIS-Filter und Reinigung nach Anleitung – E8, E8 (2025) und ENA 8 mit Kapitel und Seite

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Alle Werte laut Jura (Bedienungsanleitung, Produktseite, Produktinformationsblatt), Stand 19.10.2026. Keine Eigenmessung.

Im Cockpit der Jura steht „Entkalkung“, daneben vielleicht schon ein Karton CLARIS-Patronen, der seit dem Kauf im Schrank liegt. Ob man die Tabletten auflöst oder den Filter einsetzt, wie lange das Programm dauert und was dafür bereitstehen muss, steht für jede Baureihe im Kapitel 7 „Pflege“ der Anleitung.

Ausgewertet habe ich drei aktuelle Anleitungen von de.jura.com: E8 (EC) von 2023, E8 (ED) von 2025 und ENA 8 (EC). Die übrigen Daten der E8 stehen unter Jura E8, die Härtestufen anderer Marken unter Kaffeevollautomat entkalken.

Die Kernzahl: 3 Tabletten in 500 ml Wasser, bei allen drei Anleitungen

Jede der drei Anleitungen schreibt wortgleich vor, 3 JURA-Entkalkungstabletten in einem Gefäß vollständig in 500 ml Wasser aufzulösen, „Dies kann einige Minuten dauern“. Erst dann kommt die Lösung in den leeren Wassertank. Unterschiedlich sind Dauer und Gefäße:

Anleitung Fundstelle Entkalken Dauer laut Anleitung Gefäße unter Reinigung verlangt nach
E8 (EC, ECS), Modelljahr 2023 Kap. 7, S. 19–20 ca. 40 min Heißwasserdüse und Feinschaumdüse 180 Zubereitungen oder 80 Einschaltspülungen (S. 18)
E8 (ED, SD), Modelljahr 2025 Kap. 7, S. 20–21 ca. 20 min Heißwasserdüse und Feinschaumdüse 180 Zubereitungen oder 80 Einschaltspülungen (S. 19)
ENA 8 (EC, SC) Kap. 7, S. 26–27 ca. 40 min Kombiauslauf 160 Zubereitungen oder 80 Einschaltspülungen (S. 25)

Das Produktinformationsblatt der Tabletten nennt dieselbe Dosis: den Inhalt eines Blisterfachs, also 3 Tabletten à 17 g, mit lauwarmem Wasser von höchstens 40 °C. Die Wassermenge gibt die Baureihe vor; für ältere IMPRESSA-Modelle nennt das Blatt 0,5 oder 0,6 l, für JAGUA D70 nur 0,3 l. Eine 36er-Dose reicht rechnerisch für 12 Entkalkungen, die Faltschachtel mit 3 × 3 Tabletten für 3.

3 Tabletten je Entkalkung, 36 Stück = 12 Anwendungen laut Jura

Jura 2-Phasen-Entkalkungstabletten, Dose mit 36 Stück — 3 Tabletten je Entkalkung

nach Datenblatt bewertet
  • Art laut Hersteller Tablette
  • Säure laut Hersteller Maleinsäure + Amidosulfonsäure
  • Inhaltsstoffe laut Hersteller Maleinsäure 25–<50 %, Sulfaminsäure (Amidosulfonsäure) 25–<50 %, Benzotriazol 0,25–<2,5 %, Natriumhydrogencarbonat, Farbstoff (Sicherheitsdatenblatt V4, Produktinformationsblatt)
  • Inhalt der Packung 36 Tabletten à 17 g
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Daten laut de.jura.com

Der Ablauf, wie ihn die E8-Anleitung beschreibt

  1. Starten. Im JURA Cockpit „Entkalkung“ und „Starten“ drücken.
  2. Leeren. Restwasserschale und Kaffeesatzbehälter leeren und wieder einsetzen.
  3. Lösung ansetzen. Bei „Mittel in Tank“ den Tank leeren, 3 Tabletten in 500 ml Wasser vollständig auflösen, Lösung in den Tank füllen. Die E8 (ED) zeigt dabei „500 ml“ im Display.
  4. Gefäße unterstellen, je eines unter Heißwasser- und Feinschaumdüse, dann „Weiter“. Es fließt mehrmals Lösung durch.
  5. Spülen. Restwasserschale leeren, Gefäße leeren, Tank gründlich ausspülen und mit frischem, kaltem Wasser füllen, „Weiter“.
  6. Abschließen. Restwasserschale und Kaffeesatzbehälter ein letztes Mal leeren.

Den Wassertank selbst entkalkt man getrennt, „von Zeit zu Zeit“: Filter herausnehmen, 3 Tabletten im vollständig gefüllten Tank auflösen und mehrere Stunden, etwa über Nacht, stehen lassen (E8 EC S. 20, ED S. 21, ENA 8 S. 27).

Mit CLARIS Smart+ fordert die Jura keine Entkalkung

Alle drei Anleitungen sagen es im Kapitel „Filter einsetzen/wechseln“ gleich: Die Maschine muss nicht mehr entkalkt werden, wenn die Filterpatrone eingesetzt ist; statt „Entkalkung“ verlangt sie einen Filterwechsel. Die E8 nennt die Patrone CLARIS Smart+, die ENA-8-Anleitung CLARIS Smart. Die Maschine erkennt die Patrone per Funk (RFID) und spült sie beim Einsetzen. An der E8 sitzt zusätzlich die mitgelieferte Verlängerung oben auf der Patrone.

Wasserhärte 1–5 °dH 6–10 °dH 11–15 °dH 16–20 °dH 21–25 °dH 26–30 °dH
Kapazität je Patrone laut Jura bis 65 l bis 60 l bis 55 l bis 50 l bis 45 l bis 40 l

Eine Wechselfrist in Monaten nennt Jura weder auf der Produktseite der CLARIS Smart+ (24233) noch in den drei Anleitungen. Patronen anderer Marken im Vergleich stehen unter Wasserfilter für den Kaffeevollautomaten.

Die Wasserhärte stellt man in °dH ein, nicht in Stufen

Bei der ersten Inbetriebnahme fragt die Maschine nach der Wasserhärte. Wer sie nicht kennt, hält das mitgelieferte Aquadur-Teststäbchen 1 Sekunde unter fließendes Wasser, wartet etwa 1 Minute und liest den Wert an der Verfärbung ab (E8 S. 6, ENA 8 S. 10). Ändern lässt sie sich später in den Geräteeinstellungen, von 1 °dH bis 30 °dH (E8 S. 14, ENA 8 S. 20). Die Gradzahl des Wasserversorgers trägt man direkt ein.

Das Gesetz teilt dagegen nur in Millimol ein: weich unter 1,5, mittel 1,5 bis 2,5, hart über 2,5 mmol/l. Wasserversorger rechnen das in 8,4 und 14 °dH um, rechnerisch 5,6 °dH je mmol/l. Der Rechner übersetzt beides; Liter bis zur Entkalkung zeigt er für Jura nicht, weil die Anleitungen keine nennen.

°dH–
mmol/l–
Härtebereich–

Womit gerechnet wird
  • Umrechnung und Härtebereiche aus „Wasserhärte: gesetzliche Härtebereiche“ (geprüft am 18.10.2026, Quelle).
  • Den eigenen Wert nennt der Wasserversorger (Website oder Jahresanalyse); er kann je Ortsteil verschieden sein.
  • Entkalken: nur der Wert aus der Bedienungsanleitung des gewählten Geräts. Steht dort keiner oder fehlt er im Datensatz, nennt das Werkzeug keinen — dann gilt die Anzeige am Gerät oder die Anleitung.
  • Die Eingaben stehen im Link — gespeichert wird nichts.

Wasserhärte: gesetzliche Härtebereiche · geprüft am 18.10.2026

Härtebereichmmol/l°dHQuelle
weichweniger als 1,5weniger als 8,4gesetze-im-internet.de
mittel1,5 bis 2,58,4 bis 14gesetze-im-internet.de
hartmehr als 2,5mehr als 14gesetze-im-internet.de

mmol/l Calciumcarbonat nach § 9 Abs. 2 WRMG. Die °dH-Spalte steht nicht im Gesetz; sie stammt aus der Mitteilung eines Wasserversorgers (Gemeinde Hohenfels, Informationen zur Wasserhärte) und stimmt mit der Rechnung 1 °dH = 10 mg CaO je Liter (BMLUK), CaO 56,08 g/mol (PubChem) überein. In mg/l CaCO₃: rund 150 bzw. 250 mg/l (CaCO₃ 100,09 g/mol). Ältere Einteilungen mit vier Bereichen und °dH-Grenzen 7/14/21 sind überholt.

  • weich < 1,5 · mittel 1,5–2,5 · hart > 2,5 mmol/l — Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz legt drei Härtebereiche fest: weich unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, mittel 1,5 bis 2,5 mmol/l, hart über 2,5 mmol/l (§ 9 Abs. 2 WRMG). gesetze-im-internet.de
  • Mitteilung mindestens jährlich — Wasserversorgungsunternehmen müssen den Härtebereich des gelieferten Trinkwassers mindestens einmal jährlich und bei jeder nicht nur vorübergehenden Änderung mitteilen, etwa per Aufkleber oder auf ähnlich wirksame Weise (§ 9 Abs. 1 WRMG). gesetze-im-internet.de
  • Gesetz: nur mmol/l — Das Gesetz nennt die Härtebereiche nur in Millimol Calciumcarbonat je Liter, nicht in Grad deutscher Härte (°dH); das Umweltbundesamt gibt den Gesetzestext ebenfalls nur in mmol/l wieder. umweltbundesamt.de
  • weich < 8,4 · mittel 8,4–14 · hart > 14 °dH — Wasserversorger rechnen die gesetzlichen Grenzen in Grad deutscher Härte um: weich unter 8,4 °dH, mittel 8,4 bis 14 °dH, hart über 14 °dH (Angabe eines Wasserversorgers, keine Rechtsnorm). hohenfels.de
  • 1 mmol/l = 100,09 mg/l CaCO₃ — Calciumcarbonat (CaCO₃) hat eine molare Masse von 100,09 g/mol. Rechnerisch entspricht 1 mmol/l Calciumcarbonat damit 100,09 mg/l; die WRMG-Grenzen von 1,5 und 2,5 mmol/l liegen bei rund 150 und 250 mg/l CaCO₃. So lassen sich Herstellertabellen in mg/l CaCO₃ den gesetzlichen Härtebereichen zuordnen. pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
  • 1 °dH = 10 mg CaO — Ein Grad deutscher Härte (1 °dH) entspricht laut österreichischem Bundesministerium (BMLUK) 10 mg Calciumoxid-Äquivalenten oder 7,15 mg gelösten Calcium-Ionen (je Liter Wasser). bmluk.gv.at
  • 1 mmol/l ≈ 5,6 °dH · 1 °dH ≈ 17,8 mg/l CaCO₃ — Calciumoxid (CaO) hat eine molare Masse von 56,08 g/mol. Da 1 mmol Calciumcarbonat und 1 mmol Calciumoxid gleich viel Calcium enthalten, entspricht 1 mmol/l rechnerisch 56,08 mg CaO je Liter, also 5,6 °dH; umgekehrt ist 1 °dH ≈ 0,178 mmol/l ≈ 17,8 mg/l CaCO₃. Das passt zu den von Wasserversorgern genannten Grenzpaaren 8,4 und 14 °dH. pubchem.ncbi.nlm.nih.gov

Reinigen ist ein eigenes Programm mit eigener Tablette

Das Reinigungsprogramm entfernt laut Anleitung keinen Kalk, sondern reinigt das Brühsystem: etwa 20 Minuten, eine JURA-Reinigungstablette in den Einfülltrichter hinter dem Bohnenbehälter, nicht unterbrechen. Für das Milchsystem gibt es ein drittes Programm mit Milchsystem-Reiniger. Die Tabletten im Vergleich: Reinigungstabletten und Milchsystemreiniger.

Die Fallstricke

  • Abbrechen. Jura warnt: „Bei Unterbrechung des Entkalkungsvorgangs sind Schäden am Gerät nicht auszuschließen.“ Nach einem unvorhergesehenen Abbruch soll man den Tank gründlich ausspülen.
  • Tabletten nicht aufgelöst. Die Anleitung verlangt vollständiges Auflösen im Gefäß, nicht im Tank. Das Produktinformationsblatt nennt unter 5 Minuten bei 0,5 l und 30 °C.
  • Fremde Mittel. Alle drei Anleitungen verlangen „ausschließlich original JURA-Pflegeprodukte“, sonst seien Schäden und Rückstände im Wasser nicht auszuschließen.
  • Spritzer auf Stein. Entkalkungsmittel kann Marmor und andere empfindliche Flächen angreifen; Spritzer sofort entfernen.

Was praktisch hilft

  1. Härte beim Versorger nachsehen und als °dH eintragen; ohne Angabe misst das Teststäbchen.
  2. Filter oder Tabletten entscheiden. Mit Patrone entfällt die Entkalkung, dafür kommt der Filterwechsel nach 40 bis 65 Litern. Ohne Patrone hält eine 36er-Dose 12 Entkalkungen.
  3. Zeit einplanen. Etwa 40 Minuten bei E8 (EC) und ENA 8, etwa 20 bei der E8 (ED), dazu Spülen. Gefäße mit Platz für die Lösung bereitstellen; ein Mindestvolumen nennt Jura nicht.

Was ich noch nicht weiß

  • Liter bis zur Entkalkung je °dH ohne Filter. Die Anleitungen sagen nur „Die Verkalkung hängt vom Härtegrad Ihres Wassers ab“. Ohne die Zahl lässt sich der Tablettenverbrauch im Jahr nicht rechnen.
  • Wechselfrist der CLARIS-Patrone in Monaten. Andere Hersteller nennen 2 oder 3 Monate; Jura nur Liter. Bei wenig Verbrauch bleibt offen, wie lange eine Patrone im Tank bleiben darf.
  • Wassermenge für die aktuellen Baureihen im Tablettenblatt. Das Produktinformationsblatt listet noch IMPRESSA, SUBITO und JAGUA; E8 und ENA 8 stehen nur in den Anleitungen.

Häufige Fragen

Wie viele Jura Entkalkungstabletten braucht man?

Drei je Entkalkung. Die Anleitungen der E8 (EC und ED) und der ENA 8 verlangen 3 JURA-Entkalkungstabletten, vollständig aufgelöst in 500 ml Wasser in einem separaten Gefäß; erst danach kommt die Lösung in den leeren Tank. Das Produktinformationsblatt nennt den Inhalt eines Blisterfachs, also ebenfalls 3 Tabletten à 17 g, und lauwarmes Wasser bis höchstens 40 °C für schnelleres Auflösen. Eine Dose mit 36 Tabletten reicht damit rechnerisch für 12 Entkalkungen, die Faltschachtel 3 × 3 für 3.

Wie lange dauert die Jura E8 Entkalkung?

Das hängt von der Generation ab. Die Anleitung der E8 (EC, ECS) von 2023 nennt für das Entkalkungsprogramm etwa 40 Minuten (Kap. 7, S. 19). Die Anleitung der E8 (ED, SD) von 2025 nennt etwa 20 Minuten (Kap. 7, S. 20). In beiden Fällen gehören dazu das Auflösen von 3 Tabletten in 500 ml Wasser, das einige Minuten dauern kann, und ein Spülgang mit frischem Wasser. Die Generation zeigt die Artikelnummer: 15582 bis 15585 und 15752 sind EC/ECS, 15712 und 15749 sind ED.

Muss man die Jura mit CLARIS Filter entkalken?

Nein, laut den Anleitungen von E8 und ENA 8 nicht. Ist die Filterpatrone CLARIS Smart+ eingesetzt und von der Maschine erkannt, erscheint keine Aufforderung zum Entkalken; stattdessen verlangt die Maschine einen Filterwechsel, sobald die Patrone erschöpft ist. Wie viel Wasser eine Patrone schafft, hängt von der eingestellten Härte ab: laut Jura bis 65 Liter bei 1 bis 5 °dH und bis 40 Liter bei 26 bis 30 °dH. Den Wassertank selbst soll man trotzdem von Zeit zu Zeit entkalken, ohne Patrone.

Wie stelle ich die Wasserhärte bei Jura ein?

Über die Geräteeinstellungen im JURA Cockpit, Programmpunkt „Wasserhärte“, in Grad deutscher Härte von 1 bis 30 °dH (E8 Kap. 6, S. 14; ENA 8 Kap. 6, S. 20). Bei der ersten Inbetriebnahme fragt die Maschine den Wert ohnehin ab. Wer ihn nicht kennt, misst mit dem mitgelieferten Aquadur-Teststäbchen: 1 Sekunde unter fließendes Wasser halten, abschütteln, etwa 1 Minute warten, Wert anhand der Verfärbung und der Beschreibung auf der Packung ablesen. Nennt der Wasserversorger nur mmol/l, ergibt sich der °dH-Wert rechnerisch mit dem Faktor 5,6; der Rechner auf dieser Seite übernimmt das.

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