Fairtrade-Kaffee: 9 Bio-Kaffees mit Fairtrade-Siegel oder 100 % Fair-Handelsanteil laut Röster – und was das private Siegel festlegt

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Alle Werte laut Röster und Fairtrade, Stand 20.10.2026. Keine Verkostung, keine Geschmacksnoten, keine Eigenmessung.

100 % Fairtrade, Bio und Naturland, drei Kooperativen mit Namen, Röstzeit genannt

Mount Hagen Bio Arabica Kaffee — ganze Bohne, Fairtrade, 250 g

nach Datenblatt bewertet
  • Öko-Kontrollstelle (Code) laut Röster DE-ÖKO-005
  • Form ganze Bohne
  • Fairtrade-Siegel laut Röster ja
  • Form ganze Bohne
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Daten laut mounthagen.de

Bio und Fairtrade, 1 kg für Vollautomat, Siebträger und Espressokanne, Herkunft nach Kontinenten

J. Hornig Caffè Crema Bio — Kaffeebohnen Bio und Fairtrade, 1 kg

nach Datenblatt bewertet
  • Fairtrade-Siegel laut Röster ja
  • Öko-Kontrollstelle (Code) laut Röster AT-BIO-501
  • Werbeaussage zur Säure laut Röster (wörtlich) „Wir rösten unsere Bohnen im Langzeitröstverfahren. So wird der Kaffee besonders säurearm und die Geschmacksnuancen kommen am besten zur Geltung.“
  • Angabe zum fairen Handel (Wortlaut) Zertifizierung „Bio, Fairtrade“; „Gehandelt nach Fairtrade-Regeln“
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Daten laut jhornig.com

100 % Fair-Handelsanteil ohne Fairtrade-Siegel, Kontrollstelle DE-ÖKO-001 am Produkt, Naturland, zwei Genossenschaften

GEPA Bio Caffè Crema Bassaja — Kaffeebohnen aus Uganda, 1 kg

nach Datenblatt bewertet
  • Öko-Kontrollstelle (Code) laut Röster DE-ÖKO-001
  • Form Bohne
  • Wo der Röster den Code nennt Produktseite
  • Kaffeesorte laut GEPA Arabica und Robusta
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Daten laut gepa-shop.de

Auf der einen Packung klebt das Fairtrade-Siegel, auf der anderen steht „Fair-Handelsanteil 100 %“, auf der dritten nur „fair gehandelt“. Einen geschützten Begriff wie „Bio“ gibt es für fairen Handel nicht. Seit dem 27. September 2026 verbietet das Wettbewerbsrecht aber Nachhaltigkeitssiegel, die weder auf einem Zertifizierungssystem beruhen noch staatlich festgesetzt sind.

Ausgewertet habe ich 9 Kaffees von 3 Röstern, die bei Amazon erhältlich sind und für die der Röster Fairtrade oder einen Fair-Handelsanteil nennt. Übernommen ist nur, was auf Produktseite oder im Impressum steht.

Die Kernzahl: 2,00 US-Dollar je Pfund Mindestpreis ab Dezember – festgelegt von einer privaten Organisation

Fairtrade legt für seine Kaffees einen Mindestpreis fest, den Händler den Kooperativen mindestens zahlen. Ab dem 1. Dezember 2026 sind es für gewaschenen Arabica 2,00 US-Dollar je Pfund Rohkaffee, bisher 1,80. Dazu kommen 0,20 US-Dollar Fairtrade-Prämie und bei Bio-Fairtrade-Kaffee 0,40 US-Dollar Bio-Aufschlag. Der Mindestpreis ist eine Untergrenze: Liegt der Marktpreis höher, gilt der Marktpreis. Alle Werte, die Prüfung durch FLOCERT und was die beiden Siegelvarianten bedeuten, zeigt die Übersicht:

Fairtrade-Kaffee: Siegel, Prüfung, Mindestpreis · geprüft am 20.10.2026

  • privates Siegel, Prüfung durch FLOCERT — Fairtrade ist das Siegel einer privaten Organisation: Die Fairtrade-Marken sind in über 170 Ländern auf den Namen von Fairtrade International eingetragen oder angemeldet; die Einhaltung der Fairtrade-Standards prüft die Zertifizierungsstelle FLOCERT mit Audits entlang der Lieferkette, die nach ISO 17065 akkreditiert ist (Angaben von Fairtrade, keine Rechtsnorm). fairtrade.net
  • klassisches Siegel: alle Zutaten, rückverfolgbar — Trägt ein Produkt das klassische Fairtrade-Siegel, entsprechen laut Fairtrade alle seine Inhaltsstoffe den Fairtrade-Standards und sind vom Regal bis zu den Produzenten vollständig rückverfolgbar; das Siegel findet sich meist auf Produkten mit nur einem Inhaltsstoff wie Kaffee (Angabe von Fairtrade). fairtrade.net
  • Siegel mit Pfeil: mindestens 20 % — Das Fairtrade-Siegel mit Pfeil steht für Mischprodukte, bei denen alle unter Fairtrade-Bedingungen erhältlichen Zutaten zertifiziert sind; der Fairtrade-Anteil muss mindestens 20 Prozent betragen, Einzelheiten stehen auf der Packungsrückseite. Den Mengenausgleich (Vermischung mit konventioneller Ware bei der Verarbeitung, kontrolliert durch FLOCERT) nennt Fairtrade für Kakao, Zucker, Fruchtsäfte und Tee; Kaffee ist dort nicht aufgeführt (Angabe von Fairtrade). fairtrade.net
  • Arabica gewaschen 2,00 US$/lb ab 01.12.2026 — Ab dem 1. Dezember 2026 gelten laut Fairtrade International folgende Fairtrade-Mindestpreise je Pfund Rohkaffee: gewaschener Arabica 2,00 US-Dollar (bisher 1,80), natürlich aufbereiteter Arabica 1,95 US-Dollar, gewaschener Robusta 1,35 US-Dollar und natürlich aufbereiteter Robusta 1,30 US-Dollar (bisher 1,20). Mehr als 80 Prozent des verkauften Fairtrade-Kaffees ist gewaschener Arabica (privater Standard, keine Rechtsnorm). gilt seit 01.12.2026 · fairtrade.net
  • Prämie 0,20 · Bio-Aufschlag 0,40 US$/lb — Die Fairtrade-Prämie bleibt bei 0,20 US-Dollar je Pfund, der Bio-Aufschlag für ökologisch angebauten Fairtrade-Kaffee bei 0,40 US-Dollar je Pfund; die Prämie erhalten die Kooperativen zusätzlich zum Verkaufspreis und entscheiden selbst über ihre Verwendung (Angabe von Fairtrade International). fairtrade.net
  • maßgeblich: Vertragsdatum ab 01.12.2026 — Die neuen Preise gelten für alle Verträge, die ab dem 1. Dezember 2026 geschlossen werden; bei vorher geschlossenen Verträgen mit späterer Preisfixierung gelten die bisherigen Fairtrade-Preise (Angabe von Fairtrade International). gilt seit 01.12.2026 · fairtrade.net
  • Untergrenze, sonst Marktpreis — Der Fairtrade-Mindestpreis ist eine Preisuntergrenze: Er greift nur, wenn der Marktpreis darunter fällt; liegt der Marktpreis höher, gilt der Marktpreis. Laut Fairtrade International ist der Kaffeepreis seit März 2024 nicht unter 2,00 US-Dollar je Pfund gefallen. fairtrade.net
  • Preisprüfung alle 4 Jahre — Fairtrade International überprüft die Kaffeepreise vollständig alle vier Jahre; zur Mitte des Zyklus, also gegen Ende 2028, ist eine Anpassung an Inflation und Wechselkurse vorgesehen. Über die Preise entscheidet das Fairtrade Standards Committee mit Vertretern von Produzenten und Handelspartnern. fairtrade.net
  • über 57 Mio. € Prämie (2024) — Fairtrade-Kaffeekooperativen erhielten 2024 laut Fairtrade International mehr als 57 Millionen Euro an Fairtrade-Prämien. fairtrade.net
  • Siegel nur mit Zertifizierungssystem — Seit dem 27. September 2026 ist es gegenüber Verbrauchern stets unzulässig, ein Nachhaltigkeitssiegel anzubringen, das weder auf einem Zertifizierungssystem beruht noch von staatlichen Stellen festgesetzt wurde (Anhang Nr. 2a UWG, eingefügt durch Art. 1 Nr. 7, in Kraft nach Art. 2 Abs. 1 des Dritten Gesetzes zur Änderung des UWG). gilt seit 27.09.2026 · recht.bund.de
  • Definition Nachhaltigkeitssiegel/Zertifizierungssystem — „Nachhaltigkeitssiegel“ ist nach dem UWG jedes freiwillige öffentliche oder private Vertrauenssiegel, das ökologische oder soziale Merkmale hervorhebt. Ein „Zertifizierungssystem“ setzt unter anderem eine Überprüfung durch unabhängige Dritte, öffentlich einsehbare Anforderungen, Offenheit für alle Unternehmer sowie festgelegte Verfahren bei Verstößen bis zum Entzug des Siegels voraus (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 und 6 UWG). Eine behördliche Feststellung, ob Fairtrade diese Anforderungen erfüllt, wurde nicht gefunden. gilt seit 27.09.2026 · gesetze-im-internet.de

Das ist ein Standard eines Siegelgebers, kein Gesetz. Was davon bei den Kooperativen der neun Kaffees ankommt, nennt keiner der drei Röster. Laut Fairtrade ist der Kaffeepreis seit März 2024 nicht unter 2,00 US-Dollar je Pfund gefallen; der Mindestpreis hat in dieser Zeit also nicht gegriffen, die Prämie schon.

Siegel, Prozentangabe, Bio-Code: drei verschiedene Belege

Auf den neun Packungen stehen drei Arten von Angaben, die man auseinanderhalten sollte:

  • Fairtrade-Siegel: ein privater Standard mit Prüfung durch eine Zertifizierungsstelle. Kaffee trägt meist das klassische Siegel, bei dem alle Inhaltsstoffe nach Fairtrade-Standard gehandelt sind; den Mengenausgleich nennt Fairtrade für Kaffee nicht.
  • „Fair-Handelsanteil der Zutaten 100 %“: die Angabe von GEPA, ohne Fairtrade-Siegel. Ob und von wem sie geprüft wird, steht auf den Produktseiten nicht.
  • „Bio“ mit Code der Öko-Kontrollstelle: ein durch EU-Recht geschützter Begriff, unabhängig vom fairen Handel.

Für „Bio Fairtrade“ braucht es deshalb zwei getrennte Belege: das Siegel für den Handel und den Code der Öko-Kontrollstelle für den Anbau.

Bio-Kaffee: EU-Bio-Logo, Kontrollstelle, Herkunft · geprüft am 20.10.2026

  • „Bio“/„Öko“ geschützt — Bezeichnungen wie „ökologisch“, „biologisch“ und daraus abgeleitete Begriffe wie „Bio-“ und „Öko-“ dürfen in Kennzeichnung, Werbung und Geschäftspapieren nur für Erzeugnisse verwendet werden, die nach der EU-Öko-Verordnung produziert wurden (Art. 30 Abs. 1 und 2 VO (EU) 2018/848). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • Codenummer der Kontrollstelle Pflicht — Ist ein Erzeugnis als bio gekennzeichnet, muss die Kennzeichnung die Codenummer der Kontrollbehörde oder Kontrollstelle enthalten, die für den Unternehmer mit dem letzten Erzeugungs- oder Aufbereitungsschritt zuständig ist (Art. 32 Abs. 1 Buchst. a) – unabhängig davon, ob das EU-Bio-Logo verwendet wird. gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • EU-Bio-Logo auf Fertigpackung — Bei vorverpackten Bio-Lebensmitteln muss das EU-Bio-Logo auf der Verpackung zu sehen sein (Art. 32 Abs. 1 Buchst. b); für aus Drittländern eingeführte Erzeugnisse ist das Logo freiwillig (Art. 33 Abs. 3). Nationale und private Bio-Logos dürfen zusätzlich verwendet werden (Art. 33 Abs. 5). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • Herkunftsangabe beim Logo — Wird das EU-Bio-Logo verwendet, muss im selben Sichtfeld der Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe stehen: „EU-Landwirtschaft“, „Nicht-EU-Landwirtschaft“ oder „EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“; statt „EU“/„Nicht-EU“ darf ein Land genannt werden, wenn alle Ausgangsstoffe von dort stammen, wobei bis zu 5 Gewichtsprozent unberücksichtigt bleiben dürfen (Art. 32 Abs. 2). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • gut sichtbar, nicht auffälliger als Bezeichnung — Die Angaben „EU“ oder „Nicht-EU“ dürfen nicht auffälliger sein als die Verkehrsbezeichnung; Codenummer, Herkunftsangabe und Logo-Angaben müssen gut sichtbar, deutlich lesbar und unverwischbar sein (Art. 32 Abs. 2 und 3). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • Bio in der Bezeichnung ab 95 % — Verarbeitete Lebensmittel dürfen „Bio“ in der Verkehrsbezeichnung nur tragen, wenn mindestens 95 Gewichtsprozent der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs ökologisch/biologisch sind; darunter darf nur im Zutatenverzeichnis auf Bio-Zutaten hingewiesen werden, dann ohne EU-Bio-Logo (Art. 30 Abs. 5, Art. 33 Abs. 1). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • gilt seit 01.01.2022 — Die Verordnung (EU) 2018/848 gilt seit dem 1. Januar 2022 (Art. 61). gilt seit 01.01.2022 · eur-lex.europa.eu
  • DE-ÖKO-### · 21 Kontrollstellen — In Deutschland zugelassene Öko-Kontrollstellen tragen Codenummern nach dem Muster „DE-ÖKO-“ mit dreistelliger Zahl; das Verzeichnis der BLE (Stand 13.01.2026) führt 21 Kontrollstellen, zum Beispiel DE-ÖKO-001 Kiwa BCS Öko-Garantie GmbH (Nürnberg) und DE-ÖKO-039 GfRS – Gesellschaft für Ressourcenschutz mbH (Göttingen). ble.de
  • Kontrollbereiche B, C, D — Das BLE-Verzeichnis gibt je Kontrollstelle die zugelassenen Kontrollbereiche an, darunter B „Herstellung verarbeiteter Lebensmittel“, C „Handel mit Drittländern (Import)“ und D „Vergabe an Dritte“. ble.de
  • Format AB-CDE-999 — Die Codenummern der Öko-Kontrollstellen haben EU-weit das Format „AB-CDE-999“: „AB“ ist der ISO-Code des Landes, in dem kontrolliert wird, „CDE“ eine dreibuchstabige Bezeichnung wie „bio“, „öko“, „org“ oder „eko“, „999“ eine höchstens dreistellige Referenznummer (VO (EU) 2018/848, Anhang V Nr. 2). gilt seit 01.01.2022 · publications.europa.eu
  • Code im Sichtfeld des Logos, Herkunft direkt darunter — Wird das EU-Bio-Logo verwendet, muss die Codenummer der Kontrollstelle im selben Sichtfeld wie das Logo stehen, und die Angabe zum Ort der Erzeugung („EU-“/„Nicht-EU-Landwirtschaft“) muss unmittelbar unter der Codenummer stehen (Art. 3 Abs. 2 und 3 DVO (EU) 2021/279, gilt seit 01.01.2022). gilt seit 01.01.2022 · publications.europa.eu

9 Fairtrade- und Fair-Handels-Kaffees im Vergleich

Modell Fairtrade-Siegel laut Röster Angabe zum fairen Handel (Wortlaut) Bio laut Röster Öko-Kontrollstelle (Code) und Fundort Bio-Verband laut Röster Form Entkoffeiniert Kaffeesorte laut Röster Arabica-Anteil laut Röster (%) Herkunft und Kooperativen laut Röster Röstung laut Röster Packungsgröße (g) Empfohlene Zubereitung laut Röster
Mount Hagen Bio Arabica Kaffee decaf — ganze Bohne, CO2-entkoffeiniert, 250 g Preis prüfen ja Bio und „100 % Fairtrade“ laut Produktseite ja DE-ÖKO-005 (Impressum Mount Hagen) k. A. ganze Bohne ja 100 % Arabica 100 % Papua-Neuguinea (HOAC), Peru (Atahualpa), Honduras (San Antonio) mittel, 12–14 Minuten bei ca. 200 °C im Trommelröster 250 g Handfilter, Vollautomat, French Press
GEPA Bio Caffè Crema Bassaja — Kaffeebohnen aus Uganda, 1 kg Preis prüfen k. A. Fair-Handelsanteil der Zutaten 100 % laut GEPA, kein Fairtrade-Siegel genannt ja DE-ÖKO-001 Naturland (Logo auf der Produktseite) ganze Bohne nein Arabica und Robusta k. A. Uganda (Genossenschaften ACPCU und MEACCE) k. A. 1.000 g Kaffeevollautomat, Siebträger
Mount Hagen Bio Arabica Kaffee gemahlen — Fairtrade, 500 g Preis prüfen ja „100 % Fairtrade“ laut Mount Hagen ja DE-ÖKO-005 (Impressum Mount Hagen) Naturland gemahlen k. A. 100 % Arabica 100 % Papua-Neuguinea (HOAC), Peru (Atahualpa), Honduras (San Antonio) mittel, 12–14 Minuten bei ca. 200 °C im Trommelröster 500 g Handfilter, Pour-over, Chemex, Kaffeemaschine; Mahlgrad mittelfein
Mount Hagen Bio Espresso — ganze Bohne, Fairtrade, 1 kg Preis prüfen ja „100 % Fairtrade“ laut Mount Hagen ja DE-ÖKO-005 (Impressum Mount Hagen); Seitenbanner nennt DE-ÖKO-039 Naturland ganze Bohne k. A. 100 % Arabica 100 % Papua-Neuguinea (HOAC), Peru (Atahualpa), Äthiopien (Sidama) dunkler, 15–16 Minuten bei ca. 200 °C im Trommelröster 1.000 g Siebträger, Bialetti/Herdkännchen, Vollautomat
GEPA Bio Espresso Ankole — Espressobohnen aus Uganda, 1 kg (Art.-Nr. 1860904) Preis prüfen k. A. Fair-Handelsanteil der Zutaten 100 % laut GEPA, kein Fairtrade-Siegel genannt ja DE-ÖKO-001 k. A. ganze Bohne nein Arabica und Robusta k. A. Uganda (Genossenschaften ACPCU und MEACCE) dunkel, Langzeitröster 1.000 g Vollautomat, Siebträger (Symbole)
GEPA Bio Kaffee Barista Caffè Crema — Kaffeebohnen, Arabica-Robusta-Mischung, 1 kg (Art.-Nr. 8900925) Preis prüfen k. A. Fair-Handelsanteil der Zutaten 100 % laut GEPA, kein Fairtrade-Siegel genannt ja DE-ÖKO-039 k. A. ganze Bohne nein Arabica und Robusta k. A. Uganda (ACPCU), Honduras (RAOS) langzeitgeröstet, ohne Stufe 1.000 g Kaffeevollautomat, Siebträger
Mount Hagen Bio Arabica Kaffee — ganze Bohne, Fairtrade, 250 g Preis prüfen ja „100 % Fairtrade“ laut Mount Hagen ja DE-ÖKO-005 (Impressum Mount Hagen) Naturland ganze Bohne k. A. 100 % Arabica 100 % Papua-Neuguinea (HOAC), Peru (Atahualpa), Honduras (San Antonio) mittel, 12–14 Minuten bei ca. 200 °C im Trommelröster 250 g Handfilter, Pour-over, Chemex, Kaffeemaschine
J. Hornig Caffè Crema Bio — Kaffeebohnen Bio und Fairtrade, 1 kg Preis prüfen ja Zertifizierung „Bio, Fairtrade“, „gehandelt nach Fairtrade-Regeln“ ja AT-BIO-501 (Impressum J. Hornig) k. A. ganze Bohne k. A. k. A. k. A. Südamerika, Zentralamerika, Asien Langzeitröstung 1.000 g Vollautomat, Siebträgermaschine, Espressokanne
GEPA Bio Café Benita — löslicher Kaffee, gefriergetrocknet, 100 g Preis prüfen k. A. Fair-Handelsanteil der Zutaten 100 % laut GEPA, kein Fairtrade-Siegel genannt ja PL-EKO-05 k. A. löslich nein 100 % Arabica 100 % Mexiko (FEJCEM), Peru (COOPARM) k. A. 100 g 1–2 Kaffeelöffel je Tasse, mit heißem Wasser übergießen

Alle Maße und Angaben sind Herstellerangaben, sofern nicht als eigene Messung gekennzeichnet. Fehlende Werte stehen als „k. A.“ in der Tabelle.

Quellen: 9 von 9 Modellen mit Datenblatt

Alle Werte stammen von den deutschen Produktseiten und Impressen der Röster Mount Hagen, J. Hornig und GEPA, abgerufen am 18. bis 20.10.2026; keine Händlertexte, keine Verkostung. Fairtrade ist das Siegel einer privaten Organisation, kein Rechtsbegriff; die Spalte ist nur gesetzt, wenn der Röster Fairtrade ausdrücklich nennt. GEPA nennt kein Fairtrade-Siegel, sondern einen „Fair-Handelsanteil der Zutaten“ von 100 %, das Feld Fairtrade bleibt dort leer. Alle neun Kaffees sind laut Röster bio; den Code der Öko-Kontrollstelle zeigt GEPA auf der Produktseite, Mount Hagen und J. Hornig nur im Impressum, auf der Seite des Mount Hagen Espresso steht in einem Banner zusätzlich DE-ÖKO-039. Mindestpreise oder Prämien für die einzelnen Kaffees nennt keiner der Röster; die Fairtrade-Mindestpreise stehen im Artikel mit Quelle.

  1. Mount Hagen Bio Arabica Kaffee decaf — ganze Bohne, CO2-entkoffeiniert, 250 g mounthagen.de abgerufen 20.10.2026
  2. GEPA Bio Caffè Crema Bassaja — Kaffeebohnen aus Uganda, 1 kg gepa-shop.de abgerufen 20.10.2026
  3. Mount Hagen Bio Arabica Kaffee gemahlen — Fairtrade, 500 g mounthagen.de abgerufen 20.10.2026
  4. Mount Hagen Bio Espresso — ganze Bohne, Fairtrade, 1 kg mounthagen.de abgerufen 20.10.2026
  5. GEPA Bio Espresso Ankole — Espressobohnen aus Uganda, 1 kg (Art.-Nr. 1860904) gepa-shop.de abgerufen 20.10.2026
  6. GEPA Bio Kaffee Barista Caffè Crema — Kaffeebohnen, Arabica-Robusta-Mischung, 1 kg (Art.-Nr. 8900925) gepa-shop.de abgerufen 20.10.2026
  7. Mount Hagen Bio Arabica Kaffee — ganze Bohne, Fairtrade, 250 g mounthagen.de abgerufen 20.10.2026
  8. J. Hornig Caffè Crema Bio — Kaffeebohnen Bio und Fairtrade, 1 kg jhornig.com abgerufen 20.10.2026
  9. GEPA Bio Café Benita — löslicher Kaffee, gefriergetrocknet, 100 g gepa-shop.de abgerufen 20.10.2026

Was die Tabellenwerte bedeuten

  • Fairtrade-Siegel ist nur gesetzt, wenn der Röster Fairtrade ausdrücklich nennt: fünfmal, bei vier Mount-Hagen-Kaffees und bei J. Hornig. Bei GEPA bleibt das Feld leer.
  • Angabe zum fairen Handel steht im Wortlaut des Rösters, etwa „Fair-Handelsanteil der Zutaten insgesamt: 100 %“ bei GEPA.
  • Öko-Kontrollstelle nennt Code und Fundort. GEPA zeigt ihn am Produkt, Mount Hagen und J. Hornig im Impressum.
  • Herkunft ist bei Mount Hagen und GEPA mit Kooperativen benannt, bei J. Hornig nur nach Kontinenten.

Die Fallstricke

  • „Fair“ ohne Siegel. GEPA, nach eigener Angabe seit 1975 im fairen Handel, nennt einen Fair-Handelsanteil von 100 %, aber kein Fairtrade-Siegel. Das ist eine Angabe des Unternehmens; ein Prüfzeichen eines Dritten zeigt die Produktseite dafür nicht.
  • Fairtrade sagt nichts über Bio. Alle neun Kaffees sind laut Röster bio, das folgt aber nicht aus dem Fairtrade-Siegel; der Bio-Aufschlag zeigt, dass Fairtrade beides getrennt behandelt.
  • Zwei Kontrollstellen auf einer Seite. Mount Hagen nennt im Impressum DE-ÖKO-005, auf der Espresso-Seite steht in einem Banner DE-ÖKO-039. Maßgeblich ist der Code auf der Packung.
  • Mischung ohne Prozent. Die drei GEPA-Bohnen sind Arabica-Robusta-Mischungen ohne Angabe des Verhältnisses; J. Hornig nennt beim Caffè Crema Bio gar keine Sorte.
  • Packung widerspricht dem Titel. Beim entkoffeinierten Mount Hagen Arabica nennt die Produktseite 500 g Nettofüllmenge, die Bezeichnung 250 g.

Was praktisch hilft

  1. Siegel und Bio-Code getrennt suchen. Das Fairtrade-Siegel zeigt den Handel, der Code wie DE-ÖKO-005 neben dem EU-Bio-Logo den Anbau. Mehr zu Bio unter Bio-Kaffee.
  2. Nach Zubereitung wählen. Für Kaffeevollautomat und Siebträger nennen die Röster die GEPA-Bohnen, J. Hornig und den Mount Hagen Espresso; für Handfilter den Mount Hagen Arabica als Bohne und gemahlen.
  3. Entkoffeiniert gibt es auch fair. Mount Hagen entkoffeiniert den Arabica mit CO2 in Hamburg; weitere Sorten unter entkoffeinierter Kaffee.
  4. Schnell statt gebrüht: GEPA Café Benita ist löslich, mit Kontrollstelle PL-EKO-05; alle löslichen Kaffees unter löslicher Kaffee.
  5. In Gramm rechnen. Eine 250-g-Packung reicht rechnerisch für 36 Tassen Filterkaffee mit 6,9 g nach dem SCA-Verhältnis von 55 g je Liter; der Brührechner rechnet mit eigener Menge.

Was ich noch nicht weiß

  • Was bei den Kooperativen ankommt. Mindestpreis und Prämie nennt Fairtrade allgemein; welcher Preis für die neun Kaffees bezahlt wurde, müsste der Röster offenlegen. Erst das zeigt, ob der Aufpreis die Produzenten erreicht.
  • Weitere Fairtrade-Röster bei Amazon. Fairtrade-Kaffees anderer Marken mit Röster-Datenblatt und geprüftem Händler hatte ich bis 20.10.2026 nicht; drei Röster sind ein schmales Feld.
  • Die FLOCERT-Nummer. Eine Zertifikatsnummer nennt keiner der Röster auf der Produktseite; mit ihr ließe sich das Siegel nachprüfen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Fairtrade bei Kaffee?

Fairtrade ist das Siegel einer privaten Organisation, kein gesetzlich geschützter Begriff wie „Bio“; die Marken sind auf Fairtrade International eingetragen. Laut Fairtrade müssen beim klassischen Siegel alle Inhaltsstoffe den Fairtrade-Standards entsprechen und vom Regal bis zu den Produzenten rückverfolgbar sein; die Einhaltung prüft die Zertifizierungsstelle FLOCERT. Kern des Standards ist ein Mindestpreis: Für gewaschenen Arabica gelten ab 1. Dezember 2026 2,00 US-Dollar je Pfund statt 1,80, dazu kommen 0,20 US-Dollar Fairtrade-Prämie. Im Vergleich nennen Mount Hagen bei vier Kaffees und J. Hornig beim Caffè Crema Bio das Fairtrade-Siegel.

Welcher Kaffee ist Bio und Fairtrade?

Im Vergleich nennen fünf Kaffees beides: von Mount Hagen der Bio Arabica als Bohne und gemahlen, der Bio Espresso und der entkoffeinierte Arabica, alle mit „100 % Fairtrade“ und kontrolliertem Bio-Anbau, dazu J. Hornig mit dem Caffè Crema Bio. Die vier GEPA-Kaffees sind bio und nennen einen Fair-Handelsanteil der Zutaten von 100 %, aber kein Fairtrade-Siegel. Für Bio-Fairtrade-Kaffee zahlen Händler laut Fairtrade einen Aufschlag von 0,40 US-Dollar je Pfund auf den Mindestpreis. Ob ein Kaffee bio ist, zeigt der Code der Öko-Kontrollstelle auf der Packung.

Ist GEPA Kaffee Fairtrade?

GEPA nennt auf den Produktseiten der vier Kaffees im Vergleich kein Fairtrade-Siegel, sondern einen „Fair-Handelsanteil der Zutaten insgesamt: 100 %“ und bezeichnet sich als Pionier des fairen Handels seit 1975. Das ist eine eigene Angabe des Unternehmens, keine Zertifizierung nach den Fairtrade-Standards. Bio sind alle vier, mit Kontrollstelle auf der Produktseite: DE-ÖKO-001 beim Caffè Crema Bassaja und Espresso Ankole, DE-ÖKO-039 beim Barista Caffè Crema, PL-EKO-05 beim löslichen Café Benita. Die Herkunft nennt GEPA mit Genossenschaften in Uganda, Honduras, Mexiko und Peru.

Ist Fairtrade Kaffee teurer?

Preise vergleicht diese Seite noch nicht; sie erscheinen erst, wenn sie über die Produktschnittstelle von Amazon kommen. Belegen lässt sich, was Fairtrade beim Rohkaffee festlegt: ab 1. Dezember 2026 einen Mindestpreis von 2,00 US-Dollar je Pfund für gewaschenen Arabica, 0,20 US-Dollar Prämie und 0,40 US-Dollar Bio-Aufschlag. Liegt der Marktpreis höher, gilt der Marktpreis. Ein fester Anteil ist bei jedem Röstkaffee gleich, ob fair oder nicht: 2,19 Euro Kaffeesteuer je Kilogramm. Was die drei Röster im Vergleich ihren Kooperativen tatsächlich zahlen, nennt keiner. Das Werkzeug Kosten je Tasse rechnet mit eigenen Preisen.

Welcher Fairtrade Kaffee für Vollautomaten?

Für den Vollautomaten nennen die Röster sechs der neun Kaffees: GEPA Barista Caffè Crema, Caffè Crema Bassaja und Espresso Ankole, J. Hornig Caffè Crema Bio sowie von Mount Hagen den Bio Espresso und den entkoffeinierten Arabica. Das Fairtrade-Siegel tragen davon J. Hornig und die beiden Mount-Hagen-Kaffees; GEPA nennt einen Fair-Handelsanteil von 100 %. Alle drei GEPA-Bohnen sind Mischungen aus Arabica und Robusta, die Mount-Hagen-Kaffees reiner Arabica. Den Mahlgrad stellt man am Mahlwerk des Automaten ein; was die Hersteller dazu schreiben, steht unter Mahlgrad.

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Bianca betreibt mahlstufe.de allein. Sie vergleicht Kaffeevollautomaten, Siebträger, Mühlen und Kapselgeräte nach Produktseite, Datenblatt und Bedienungsanleitung der Hersteller und führt jede Regel zu Koffein, Wasserhärte und Kaffeerecht mit Quelle und Prüfdatum. Eigene Messungen sind als solche gekennzeichnet.